Friede, Freude, Eierkuchen im Klingenbach-Kindergarten

Die Kita-Kinder des Evangelischen Klingenbach-Kindergartens im Stuttgarter Osten konnten es kaum erwarten: Endlich ist ihr neuer „Kindi“ fertig und konnte nun Mitte Oktober ganz offiziell eingeweiht werden. Die Ganztageseinrichtung, die mit 60 Krippen- und Kindergartenplätzen aufwartet, hat die neuen Räumlichkeiten in der Schönbühlstraße 85 bezogen und die lieben Kleinen bringen ordentlich "Leben in die Bude."

Kirchenpflegerin Sonja Schürle in der neuen Kita

Rund 60 Kinder spielen, lernen und toben hier

Gottessegen von Stadtdekan Søren Schwesig

Hier werden künftig von 8–16 Uhr rund 60 Kinder im Erd- und 1. Obergeschoss sowie dem Innenhof spielen, lernen und toben. "Nach zwei Jahren Bauzeit freuen wir uns, dass jetzt 4 Gruppen in der neuen Ganztageseinrichtung untergebracht werden können, davon 2 Krippengruppen (0-3 Jahre) und 2 Kindergartengruppen (3-6 Jahre). Und ohne "Matschepampe" bzw. Eierkuchen aus Sand läuft hier mal so oder so nichts", so Kirchenpflegerin Sonja Schürle von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart lachend, die als Mutter zweier Töchter weiß, wovon sie spricht.

Davon zeugen auch die Gummistiefel, die schon startklar vor dem Ausgang zum ebenfalls neugestalteten Innenhof aufgereiht stehen. In ihrer Rede zur Einweihung der neuen Einrichtung lobte die Kirchenpflegerin auch die gute Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Kottkamp + Schneider und dem Bau- und Wohnungsverein Stuttgart, der als Bauträger wiederum pünktlich zum neuen Kindergartenjahr die Schüssel für diese Einrichtung an die Evangelische Kirche in Stuttgart übergeben konnte.

Stadtdekan Søren Schwesig kam beim Anblick der neuen Räumlichkeiten und des schönes Innenhof-Spielplatzes regelrecht ins Schwärmen. "Also mein Kindergarten in Edinburgh (Schottland) sah irgendwie nicht so schön aus", so Schwesigs Fazit. Sein Dank ging an alle MitgestalterINNEN und er wünschte den Kindern und MitarbeiterINNEN viel Freude und Gottessegen. "Wo Kinder sind, da ist goldenens Zeitalter. Möge dieses Haus ein Haus sein, wo jedes Kind sich seinen Anlagen und Fähigkeiten entsprechend entfalten kann und wo es Wurzeln bekommt, die ein Leben lang Halt und Nahrung geben", so Schwesig weiter.

Auch Bürgermeisterin Isabel Fezer vom Referat Jugend und Bildung der Landeshauptstadt Stuttgart bedankte sich für das Engagement und die gute Kooperation zwischen den einzelnen Partnern und wünschte der Einrichtung viele glückliche Kinder. Apropos "glückliche Kinder" - die lieben Kleinen der Klingenbach-Kita zeigten in einem lustigen Theaterstück, wie sehr sich alle auf den neuen Kindi freuen und was es hier Tolles zu entdecken und erleben gibt.

"Mit dem 6. und letzten Bauabschnitt ist nun das Wohngebiet "Am Klingenbach" erschlossen und fertiggestellt", konstatierte Thomas Wolf vom Bau- und Wohnungsverein Stuttgart in seiner Rede, wobei er ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit der Gesamtkirchengemeinde erwidern konnte. "In der Schönbühlstraße 85 sind nicht nur zwei Etagen Kita untergebracht, sondern auch zehn Wohnungen. Dabei beliefen sich die Gesamtbaukosten auf rund 4,75 Millionen Euro", so Wolf weiter.
Und dennoch kam Thomas Wolf nicht mit leeren Händen. Er konnte Einrichtungsleitung Martina Hampel einen Scheck über 1.500 Euro überreichen. Davon wurde u. a. schon eine Indoor-Sandkiste angeschafft.

Architekt Thomas Schneider-Graf ergänzte bei seiner Rede, dass bei dieser Konzeption aus Kita und Wohnungen besonders auf integratives Bauen und Kommunikation Wert gelegt wurde.

Und während sich das Architekturbüro Kottkamp + Schneider um die Innengestaltung gekümmert hatte, hat es die Blattwerk Gartengestaltung GmbH geschafft, den Innenhof der Kita in ein Outdoor-Kinderparadies zu verwandeln. Deren Geschäftsführer Harmut Bremer bot in seinem Grußwort an, mal ein einwöchiges Praktikum in der neuen Kita zu absolvieren, um noch mehr über Kinderwünsche hinsichtlich einer coolen Außenanlage in Erfahrung zu bringen.

Übrigens, mit dem Bezug der neuen Kita-Räumlichkeiten "Am Klingenbach" konnte die Evangelische Kirchenpflege auch sechs neue Stellen für ErzieherINNEN zu je 100% schaffen.

Text & Fotos: Dagmar Hempel