Neu in Heumaden-Süd: Pfarrer Ingo-Christoph Bauer

Lange Zeit war die Stelle des Pfarrers bzw. der Pfarrerin in Heumaden-Süd nicht besetzt. Doch das hat jetzt ein Ende: Seit Anfang März 2018 ist Pfarrer Ingo-Christoph Bauer "der Neue" in der Gemeinde. Und die freut sich schon auf die Einsetzung ihres neuen Seelsorgers.

6 Fragen an Ingo-Christoph Bauer...

© Ingo-Christoph Bauer

Neuer Pfarrer in Heumaden-Süd: Ingo-Christoph Bauer

Der Umzug ins neue Pfarrhaus ist geschafft, die Kisten noch nicht alle ganz ausgepackt und doch nimmt er sich gleich für seine erste "Amtshandlung" - das Interview mit unserer Redaktion - Zeit.

RED: Herr Bauer, aufgewachsen in Heilbronn und zuletzt in der Nähe von Balingen als Pfarrer tätig. Jetzt Stuttgart – wie kam es dazu?

ICB: So schön die letzten Jahre am Rand der Alb waren: Im Laufe der Zeit habe ich gemerkt, wie ich doch vom Städtischen geprägt bin. Heilbronn, später während des Studiums dann neben Tübingen die Metropolen Berlin und Bangalore (Indien) – diese Städte haben gute Spuren hinterlassen.
Dass ich jetzt in einem Teil Stuttgarts arbeiten und leben kann, der sich hier und da Dörfliches bewahrt hat und zugleich sehr gut ans Zentrum angebunden ist, freut mich.

RED: Die Stelle in Heumaden-Süd hatte eine lange Zeit der Vakatur (Anmerkung RED: Pfarrstelle war unbesetzt) zu überbrücken. Wie und womit wollen Sie nun vor Ort wieder Brücken bauen?

ICB: Zunächst einmal ist es ja die Begegnung mit Menschen, die den Pfarrberuf ausmacht. Ich freue mich darauf, Frommen und weniger Frommen, allzu Normalen und weniger Normalen zu begegnen. Menschen an verschiedenen Lebensstationen zu begleiten und ihnen den Segen Gottes weiterzugeben, das ist für mich Kirche. Dazu braucht es zur Zeit vielleicht gerade keine neuen Projekte. Ich bin gespannt auf die Menschen hier vor Ort.

RED: Jetzt sind Sie ja ein sogenannter „Reigschmeckter“. Was kennen Sie schon von Heumaden?

ICB: Den Bäcker, den alten Friedhof, das Nachbarpfarrhaus und nicht zu vergessen: das Gebiet „über der Straße“!

RED: Was müssen die Heumadener noch über Sie wissen?

ICB: Meine Partnerin konnte mit in die Pfarrwohnung einziehen – ein schöner Neuanfang! Sie ist ebenfalls Theologin, im Religionsunterricht und in der Vikarsausbildung tätig. Ich spiele, wenn auch nur mäßig gut, gerne Klavier und diverse Keyboards. Zudem bin ich seit Jahren Chorsänger und halte momentan Ausschau nach einem für mich passenden Ensemble. In freien Minuten gehe ich raus in die Natur oder nehme ein gutes Buch in die Hand – im besten Fall lässt sich das Eine mit dem Anderen verbinden.

RED: Welche theologische Richtung prägt Ihre Arbeit als Gemeindepfarrer oder anders gefragt: Was ist Ihnen persönlich besonders im Umgang mit Ihren Gemeindegliedern wichtig?

ICB: Volkskirchliche Offenheit, so würde ich meine Perspektive beschreiben. So lange es nicht total „schräg“ wird, kann ich Vieles akzeptieren – ohne dass ich gleich alles zu Meinem machen müsste. „Kirche für die Religion der Menschen“: Dazu will ich meinen Teil beitragen. Oder anders gesagt: Ich rede mit den Menschen über ihr Leben – vor dem Horizont der Jesusgeschichten.

RED: Ihre Investitur (Anmerkung RED: Gottesdienst zur Einsetzung einer neuen Pfarrerin bzw. eines neuen Pfarrers) findet am 4. März 2018 um 10:30 Uhr in der Gnadenkirche in Heumaden-Süd statt. Wen haben Sie sich als Zeugen gewählt und was wird der Inhalt Ihrer Predigt sein?  

ICB: Meine Zeugen: Ein alter Studienfreund - wir kennen uns seit bald 20 Jahren und der gewählte Vorsitzende des Kirchengemeinderats – wir kennen uns erst seit Kurzem und haben doch schon einen guten Draht zueinander gefunden. In der Predigt wird es um Jesusworte vom Reich Gottes gehen: Vorausschauen statt zurück; sich von der Vergangenheit nicht binden lassen, sondern offen sein für die Zukunft - für einen persönlich wie für die Kirche eine wichtige Botschaft!

RED: Dann Ihnen und Ihrer Partnerin ein herzliches Willkommen in Heumaden-Süd!