Flashmob bringt Reformation in die Stadt

Der Flashmob ist angelaufen! Zum ersten Flashmob kamen rund 30 Sängerinnen und Sänger zusammen und ließen sich auch nicht durch Regen und Kälte abhalten. An drei Orten wurde munter gesungen und rezitiert.

© KKS/Monika Johna

Das Banner gespannt über den Treppenstufen des Königsbaus, alle Sängerinnen und Sänger gestaffelt postiert. Drei, zwei, eins, los! Organisator Georg Ammon gab mit seiner Hupe das Startsignal. Dann hob Dirigentin Gabriele Degenhardt an und es erklang "Verleih uns Frieden gnädiglich". Es war nun nicht das Wetter für ein geselliges Stelldichein an diesem trüben Novemberfreitag. Aber etliche Passanten schauten doch zumindest verwundert auf, während sie von einem trockenen, warmen Ort zum anderen eilten. Die Sängerinnen und Sänger blieben standhaft - "auch wenn es kurz schon Überwindung kostet, hier mitten in der Stadt einfach loszusingen", bekannte Ulrich Mangold vom Organisationsteam. "Wir wollen mit dieser Aktion und mit dem Thema Reformation dorthin gehen, wo die Menschen sind", erklärte Georg Ammon. 

"Glücklich die Kirche, die ein Ort der Menschlichkeit ist in einer unmenschlichen Welt, sie könnte selber Modell sein für eine gute Zukunft", rezitierte Pfarrerin Heidi Essig nach einer Psalminterpretation von Diethard Zils. Noch ein Lied, und dann ging es weiter Richtung Calwer Straße. Der Bazar der Evangelischen Gesellschaft war für dieses Mal der dritte Ort. "Hier war ich noch nie, so kommt man in Stuttgart herum", stellte eine Sängerin schmunzelnd fest. Die Gruppe wurde dort freundlich aufgenommen, manch einer der Besucher stimmte gar leise mit ein.

Georg Ammon zog eine positive Bilanz: "Ein guter Anfang, wir hatten gute Stimmung, und es waren trotz des schlechten Wetters viele Leute da. Das war für alle eine neue Erfahrung und ich hoffe, dass noch viele Menschen mitmachen werden." Bis zum Oktober 2017 wird eine Gruppe von Sängerinnen und Sänger nun also regelmäßig freitags durch die Stadt ziehen. Kantorin Gabriele Degenhardt freut sich darauf: "Bei rund 32 Terminen braucht es schon einen langen Atem, aber wir halten das durch! Das Feuer von damals, das brennt heute noch."

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14-11-2016