Vesperkirche Stuttgart 2018 startet am Wochenende

Wenn sich am kommenden Sonntag wieder die Türen der Leonhardskirche in Stuttgart-Mitte 7 Wochen lang an 7 Tagen für 7 Stunden öffnen, dann ist die neue Saison der Vesperkirche Stuttgart 2018 eingeläutet. Essen und Trinken, Seelsorge, medizinische Versorgung oder ein neuer Haarschnitt - all das bietet das "Zuhause auf Zeit" und noch viel mehr...

6 Fragen an Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann...

© Kai Loges & Andreas Langen

Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann

Gabriele Ehrmann, Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Stuttgart, und ihr Team sind für die neue Vesperkirchen-Saison 2018 gerüstet. Bevor es am kommendenen Sonntag los geht und sie alle Hände voll zu tun haben wird, hat sie der Redaktion noch schnell ein paar Fragen beantwortet.

RED: In wenigen Tagen (14.01.2018) startet die Vesperkirche Stuttgart 2018. Was ist neu in diesem Jahr, liebe Frau Ehrmann?

GE: In der Vesperkirche Stuttgart 2018 heißt es: "Sie geben, was Sie können." Wir verlangen für das Essen nicht 1,20 Euro, sondern legen in die Hand der Gäste, was sie in Eigenverantwortung geben können. Die Vesperkirche bezahlt beim Caterer für jedes Essen 5 Euro.
Es gibt viele gute Gründe für die neue Handhabung. Nach 7 Wochen werden wir ein Resümee ziehen und die Veränderung bewerten.

RED: Auch beim Kulturprogramm haben Sie und das Vesperkirchen-Team ein neues Format hinzugefügt...

GE: Ja, richtig. Wir haben Politikerinnen und Politiker eingeladen, Menschen zuzuhören, die langzeitarbeitslos oder prekär beschäftigt sind. Wir werden genau verfolgen, was davon in die Politik transferiert wird und zur Umsetzung kommt. Wir veranstalten das Format, um das Thema Armut in die Mitte der Gesellschaft und in politische Gremien zu bringen.

RED: Für die tägliche Essensausgabe und das ganze Drumherum braucht es viele Ehrenamtliche. Wie viele Gruppen und Einzelpersonen sind denn dieses Mal am Start?

GE: Vesperkirche ist Teamwork. Da ist viel Know-How und Kontinuität da. Darauf können wir bauen. Das ist famos. Wir haben 841 ehrenamtlich Mitarbeitende gezählt. Darunter sind viele, die "vesperkirchenerfahren" sind. Aber auch immer wieder melden sich Einzelpersonen oder Gruppen, die Vesperkirche gern kennen lernen möchten.

RED: Welche Vereine und Promis haben zugesagt?

GE: Der VfB wird wieder in die Vesperkirche kommen. Auch Politikerinnen und Politiker haben sich angesagt. (Anmerkung RED: Infos auch unter www.facebook.com/Ev.Kirche.Stuttgart/.)

RED: Die Vesperkirche Stuttgart zum Mitnehmen und für unterwegs: Nein, ich rede nicht vom Vesperkirchen-Beutel – den gibt es selbstverständlich auch wieder - sondern von der Vesperkirchenzeitung. Wie oft erscheint sie und was finde ich darin?

GE: Die Vesperkirchenzeitung erscheint pro Saison zweimal - einmal zu Beginn und dann zur Halbzeit. Jeder Vesperkirchengast darf sich ein Exemplar mitnehmen. Wir geben die Zeitung kostenfrei ab. Sie bietet einen prima Überblick über Gäste, Mitarbeitende und Angebote während der Vesperkirche - sozusagen ein "Must-have" der Vesperkirche.

RED: Und wenn ich mich z. B. aus Zeitgründen nicht als Ehrenamtlicher vor Ort engagieren kann, wie kann ich die Vesperkirche Stuttgart 2018 dennoch unterstützen?

GE: Vor allem freuen wir uns, wenn wir Sie in der Vesperkirche begrüßen dürfen - schauen Sie doch einmal vorbei! Auch eine Geldspende ist herzlich willkommen.

RED: Ganz herzlichen Dank liebe Frau Ehrmann, dass Sie sich noch schnell die Zeit für unsere Fragen genommen haben. Ihnen und Ihrem Team sowie allen Beteiligten eine gute und friedvolle Vesperkirchenzeit 2018. Und wer mehr über die Vesperkirche Stuttgart 2018 erfahren möchte, der findet die neuesten Nachrichten unter www.vesperkirche.de.