Investitur von Pfarrer Michael Dürr

Seit 10. September ist er nun ganz offiziell im Amt: Michael Dürr, neuer Pfarrer auf der Pfarrstelle der Stadtkirche Nord in Stuttgart-Vaihingen. Doch für den einen oder die andere ist Dürr kein unbekanntes Gesicht: Vor 25 Jahren war er schon mal als junger Vikar in Vaihingen im Einsatz.

6 Fragen an Michael Dürr...

© Michael Dürr

Neuer Pfarrer auf der Pfarrstelle Stadtkirche Nord: Michael Dürr

Michael Dürr, glücklich verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder, kehrt nach zwei Jahrzehnten wieder als Pfarrer nach Stuttgart-Vaihingen zurück. Bei einem guten Gläschen Rotwein haben wir mit ihm über seine neue Aufgabe geplaudert.

RED: Herr Dürr, die Postleitzahl von S-Vaihingen steht ja ab dem 1. September wieder als Absender auf Ihrer Post. Erzählen Sie mal, wie es dazu kommt bzw. kam?

MD: Sie spielen darauf an, dass ich schon vor 25 Jahren als Vikar hier war. Das ist ein Stück Zufall oder wie man auch immer sagen will. Ich selbst war bei der Stellensuche für verschiedene Richtungen offen.

RED: Was ist denn an Stuttgart-Vaihingen so toll, dass Sie wieder „nach Hause“ gekehrt sind?

MD:
Stuttgart-Vaihingen war in meinem - unserem Leben – eine Station neben mehreren. Es ist sehr schön, einige bekannte Gesichter wiederzusehen, auch wenn wir den Kontakt nie bewusst gepflegt hatten. Aber bei den ersten Begegnungen zu bekannten Menschen hatten wir nun ein Gefühl, als ob wir nur 1 Jahr und nicht 25 weg waren. Und unbedingt gilt: Alles wirkliche Leben ist Begegnung (Martin Buber).

RED: Alte Gesichter, neue Erwartungen? Was wird auf Sie in der Gemeindearbeit zukommen?

MD: So viele alte Gesichter sind es nicht. Was auch kommen wird, werden wir sehen. Ich bin jedenfalls offen, präsent und agil. Ich stehe für die Botschafterrolle.

RED: Doch zwischen Ihren beiden Stationen in Vaihingen waren Sie auch in der Waldensergemeinde in Perouse… Was haben Sie da erlebt? Was ist oder war dort anders?

MD: Ja, Vaihingen, Perouse, Schorndorf-Weiler, Waiblingen (Diakonie Stetten, Berufsbildungswerk WN) waren meine Stationen. Als ich damals als Pfarrvikar nach Perouse kam, dachte ich, dass wir dort französisch sprechen müssten. So war es auch früher, aber seit über 100 Jahren wird dort nun schwäbisch gesprochen, allerdings lebt noch das Bewusstsein: Ich bin ein/e WaldenserIN.

RED:
Spielen wir mal „Wünsch-dir-was“: Welcher Predigttext, welcher Psalm und welches Lied müssten unbedingt in Ihrem ganz persönlichen Wunsch-Gottesdienst auftauchen und warum?

MD: Jesaja 40,31f und Römer 8,38f sind zwei Lieblingsstellen. Jochen Kleppers Lied: Die Nacht ist vorgedrungen steht auch auf den vorderen Plätzen.

RED: Sie waren ja ein paar Jahre Pfarrer im Remstal, einer traditionellen Weingegend in Württemberg... Mögen Sie Wein und wenn ja, welchen und wo finden Sie den in S-Vaihingen?

MD: Ich trinke gerne ein Glas Rotwein. Ich wähle öfters den Wein nach der Gegend aus, eben in dem Sinne, dass ich etwas mit den Menschen dort verbinde. Daher wähle ich oft Weine aus dem Remstal und dem Piemont.

RED: Dann lassen Sie uns auf einen guten "Neustart" auf Ihrer Pfarrstelle in der Stadtkirche Nord in Vaihingen trinken!