Neue Diakoniepfarrerin für den Kirchenkreis

Gabriele Ehrmann, so heißt die neue Pfarrerin für das Sonderpfarramt Diakonie, die ihren Dienst am 1. Juli 2017 antritt. Geboren in Leonberg und aufgewachsen in Heilbronn studierte die Pfarrerstochter zunächst Evangelische Theologie und Latein auf Lehramt in Tübingen, bevor sie sich für eine rein kirchliche Laufbahn entschied.

Nach einem Studienaufenthalt in Bern sowie dem Staatsexamen und dem kirchlichen Examen begann Ehrmann als Vikarin in und um Ulm. Dann ging´s für sie nach Stuttgart: das Pfarrvikariat in der Hospitalgemeinde.

Und Stuttgart ist sie bis heute treu geblieben: zuerst Pfarrerin im Stadtteil Mönchfeld (1996), dann in Hoffeld (2003). Dass ihr Herz dann nach 20 Jahren Gemeindearbeit auch für die Diakonie schlägt, wurde ihr bewusst, als sie 2011 ihren Dienstauftrag beim Altenhilfeträger Dienste für Menschen antrat.

Dort schärfte sie ihr diakonisches Profil auch hinsichtlich Öffentlichkeitsarbeit und konzeptioneller Arbeit im Bereich Seelsorge. "Unterwegs zu sein zu Menschen auf direktem Wege, darauf freue ich mich", so Ehrmann. 

6 Fragen an Gabriele Ehrmann...

© GE

Um Gabriele Ehrmann auch ein bisschen privat kennenzulernen und gleichzeitig das Sonderpfarramt Diakonie vorzustellen, hat sie sich mutig unseren 6 Fragen gestellt.

RED: Herzlichen Glückwunsch Frau Ehrmann zu Ihrer neuen Aufgabe als Diakoniepfarrerin. Was kommt da für ein besonderes Amt auf Sie zu?

GE: Ich freue mich sehr, dass ich für das Amt der Diakoniepfarrerin im Kirchenkreis Stuttgart gewählt wurde. Vielfältige Aufgaben kommen auf mich zu: Als Diakoniepfarrerin bin ich für die Kirchengemeinden im Kirchenkreis da, um diakonische Arbeit zu unterstützen und zu vernetzen, Gottesdienste zu feiern und vieles mehr.
Zu meinen Aufgaben gehört auch die Leitung der Vesperkirche (Anmerkung der RED: Die nächste Vesperkirche beginnt am 14. Januar 2018) und die Herausforderung, diakonische Verantwortung der evangelischen Kirche in der Stadt Stuttgart zur Sprache zu bringen.

RED: Wie haben Sie sich für die neue Herausforderung gerüstet?

GE: Ich bringe das Handwerkszeug einer Pfarrerin mit: Ich war viele Jahre im Gemeindepfarramt tätig und bin seit 6 Jahren bei Dienste für Menschen, einem diakonischen Altenhilfeträger „in die Schule“ gegangen. Dort habe ich die Bereiche Diakonisches Profil und Öffentlichkeitsarbeit verantwortet. Damit fühle ich mich ganz gut gerüstet.

RED: Wo besteht Ihrer Meinung nach Handlungsbedarf, Frau Ehrmann?


GE: Da, wo es Armut gibt und die gibt es in Stuttgart ohne Zweifel, ist auch Kirche herausgefordert. „Von Beginn der Kirche an gehört es zur diakonischen Tradition der Gemeinden, sich um arme, kranke und in Not geratene Menschen zu kümmern“, so heißt es im Leitbild des Diakonischen Werkes. Deswegen gibt es viele Angebote und Dienste in der Stadt, dazu gehört auch die Vesperkirche.
Mein Handlungsbedarf besteht zunächst einmal darin, die vielen Akteure und Institutionen kennen zu lernen, die sich wie wir als Kirche für die Überwindung von Armt und Ausgrenzung und damit für die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben einsetzen.

RED: Unter Diakonie versteht man alle Aspekte des Dienstes am Menschen im kirchlichen Rahmen. Wie tun Sie sich selbst mal etwas Gutes?


GE: Ich jogge gern morgens vor der Arbeit, um dann frisch in den Tag starten zu können. Gern klopfe ich auf Holz und das im wahrsten Sinne des Wortes: Meine Wohnung steht voll von Holzskulpturen, die in Urlauben entstanden sind. Wenn Zeit ist, dann koche ich gern - ich sorge einfach gern für Leib und Seele.

RED: Was könnten Ihnen andere Gutes tun auch in Hinblick auf Ihre Arbeit?


GE: Ich freue mich sehr über offene Türen und Menschen, die es mir leicht machen, in die Arbeit hineinzufinden. Ich wünsche mir ein vertrauensvolles Team.

RED: Jetzt schließen wir mal die Pfarramtstür zu, Frau Ehrmann. Wohin führt Sie Ihr Weg?


GE: Heute Abend geht es direkt in die Gymnastikgruppe.