GOSPELHAUS im chrismon Wettbewerb 2017

Die Evangelische Gesamtkirche Stuttgart nimmt aktuell mit dem GOSPELHAUS am deutschlandweiten Gemeindewettbewerb des evangelischen Monatsmagazins chrismon teil. In der Kategorie "Besondere Gottesdienste" will Gospel im Osten als Veranstalter des GOSPELHAUSES mindestens unter die "Top 30" kommen.

© Ludmilla Parsyak

700 Stimmen und mehr für GiO

© Ludmilla Parsyak

Sie wollen in die chrismon-Top 30: Gospel im Osten

Lennart Will, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei Gospel im Osten, hat die Bewerbung für den Wettbewerb "chrismon sucht die Gemeinde 2017" eingereicht.

RED: Auf welches Projekt ist Ihre Gemeinde besonders stolz?

LW: Mit Gospelmusik und Theologie und einer neuen Gottesdienstkultur begeistern und regelmäßig hunderte Menschen erreichen, kirchennahe wie kirchenferne – das ist nichts Selbstverständliches! Wir sind darum sehr stolz, dass seit 2015 die bekannte Stuttgarter Chor-, Gemeinde- und Stadtteilarbeit „Gospel im Osten“ (GiO) mit dem Monatsgottesdienst GOSPELHAUS ein Teil unserer Gesamtkirchengemeinde ist.

Es war ein Start von 0 auf 700: Denn so viele Menschen aus Stuttgart und Region kamen schon zur Premiere des neuen Formats und kommen seitdem regelmäßig in unsere Friedenskirche im Stuttgarter Osten. Das GOSPELHAUS ist offen für alle, die neue Rhythmen für ihren Glauben, einen neuen Zugang zur Kirche oder einfach Gemeinschaft im Singen suchen. Und nicht selten finden neugierige Passanten und Leute, die zum ersten Mal eine Kirche betreten, ihren Weg zu uns.

Jeden Monat freuen wir und unsere Besucher uns auf einen Gottesdienst, der das geistliche Leben in Stuttgart reicher, die christliche Gemeinschaft zugänglicher macht: mit dem Groove eines 100 Stimmen starken Gospelchores, Impulsen von Theologe Prof. Siegfried Zimmer und anderen Gastpredigern – und einer besonderen Willkommensatmosphäre vom gemeinsamen Einsingen bis zum gemeinsamen Kaltgetränk nach dem Segen.

RED: Was zeichnet Ihre Gemeinde aus und macht diese so besonders?

LW: Die Gesamtkirchengemeinde Stuttgart ist das „Schaufenster“ und zugleich die „Experimentierbühne“ der Landeskirche. Wir verantworten die Arbeit von 22 Teilgemeinden und vielen Einrichtungen. Zudem ist uns sehr wichtig, dass unter unserem Dach auch gemeindeübergreifende und nicht-ortsgemeindegebundene Arbeitszweige entstehen. Wir machen Platz für neue Formen, Formate und Kulturen und nahmen darum 2015 auch „Gospel im Osten“ als Kirchengemeindeverein auf.

GiO begann 2005 als Gospelchor der Heilandskirche und ist binnen weniger Jahre zu Stuttgarts und vielleicht Deutschlands größter dauerhaft bestehender Gospelformation angewachsen und zu einer festen Größe in der Musik- und Kulturlandschaft der Stadt geworden. Zu den Proben der Vierteljahresprojekte kommen mittlerweile um die 500 Sängerinnen und Sänger, einige von ihnen sind seit der ersten Stunde dabei.

GiO ist eine stadt- und stadtteilzugewandte Arbeit, die aufgrund des starken Engagements vieler Mitglieder längst mehr ist als ein bloßer Chor: Gemeinsame Freizeitaktivitäten, soziale Aktionen, Benefizkonzerte und die Veranstaltung von Workshops, Konzerten anderer Musiker(gruppen) und internationalen Chortreffen gehören mittlerweile zum Repertoire. Das macht GiO zu einem einzigartigen Ort in unserer großen Gemeindefamilie, der andere Gemeinden anspricht, verbindet und Menschen aufzufangen vermag, die (noch) keinen Anschluss finden.

RED: Was würden Sie mit dem Preisgeld machen?

LW: GOSPELHAUS überzeugt neben ungewohnter Atmosphäre und frischem Inhalt durch den professionellen Anspruch an Musik und Ausstattung. Der Gottesdienst wird im Großteil durch das ehrenamtliche Engagement der vielen Sänger und Helfer von GiO gestemmt. Für die musikalische Leitung, die Band und die Tontechnik fallen aber regelmäßige und einmalige Kosten an, die wir durch die Zuwendungen der Gesamtkirche und Spenden decken müssen. Größere Anschaffungen sind darum nur sehr schwierig zu bewältigen.

2017 soll in der Friedenskirche ein neuer Beamer installiert werden, damit wir Untertitel zu den Songtexten ausstrahlen können, ohne das gemeinsame Gospelfeiern zu hemmen. Außerdem finden nicht alle Besucher Sitzplätze: Eine Zusatzbestuhlung soll bald Abhilfe schaffen. Und natürlich sind Drucksachen (Liedzettel, Flyer, Poster, Programme, Einladungen) auch nicht kostenlos zu haben. Das Preisgeld des Wettbewerbs würde uns beim Bestreiten dieser Kosten helfen.