Von C-Dur zu C-Kurs

Wollen Sie lernen, Orgel zu spielen oder einen Chor zu dirigieren? Von Oktober 2017 bis Juli 2019 findet wieder die Ausbildung zum/r nebenamtliche/n KirchenmusikerIN, der sogenannte C-Kurs, im Kirchenkreis Stuttgart statt.

6 Fragen an Kirchenmusikdirektor Prof. Jörg-Hannes Hahn...

© Jörg-Hannes Hahn

Kirchenmusikdirektor Prof. Jörg-Hannes Hahn

Die Dekanatskantoren und weitere KirchenmusikerINNEN im Kirchenkreis Stuttgart bieten damit eine Ausbildung zum/r KirchenmusikerIN im Nebenamt an. Es können die Bereiche Orgel und Chorleitung, aber auch Kinder- und Bläserchorleitung sowie Pop-Chorleitung, Gitarre etc. einzeln oder zusammen belegt werden. Neben dem Orgel- bzw. Chorleitungsunterricht (je nach Fachrichtung) erhält man in den zwei Jahren Kursdauer eine Ausbildung in Musiktheorie und Gehörbildung (regelmäßig abends), in Kirchenmusikgeschichte (8 Abende) und in Hymnologie/Liturgik/Orgelbaukunde (8 Schwerpunkt-Samstage).
Unsere Redaktion hat mal bei KMD Prof. Jörg-Hannes Hahn in Bad Cannstatt nachgefragt.
 
RED:
Was lernt man denn in so einem C-Kurs, Herr Prof. Hahn?

JHH: Der Kurs soll Menschen befähigen, in Gottesdiensten qualifiziert Musik zu machen - sei es als Organist, Chorleiter, Gitarrist, Keyboarder usw.

RED: Und wer könnte sich folglich angesprochen fühlen?

JHH: Alle jüngeren und älteren Menschen, die gerne musizieren und denen es Freude macht, Gottesdienste mitzugestalten. 

RED: Das klingt zunächst mal für so manche/n MusikerIN sehr spannend. Fragt sich aber, welche Voraussetzungen man mitbringen muss?

JHH: In den Fachrichtungen Orgel, Keyoard etc. sollte jemand über gute instrumentale Vorkenntnisse verfügen, damit er in den zwei Kursjahren weit genug kommt. Die Interessenten für Chorleitung sollten Grundkenntnisse am Klavier mitbringen. Und für alle gibt es einen ganz kleinen Aufnahmetest in Gehörbildung und Musiktheorie, der aber wirklich keine Hürde ist. Na, und grundsätzlich sollte jede/r TeilnehmerIN regelmäßig in einem Chor mitwirken.

RED: Okay, und dann gibt es ja noch die C-Pop-Ausbildung. Wie sieht es damit aus?

JHH: Zur Zeit ist in Württemberg die C-Pop-Ausbildung noch landeskirchenweit organisiert, d.h. die TeilnehmerINNEN kommen aus der ganzen Landeskirche zu zentralen Kurstagen rund um das Thema "Pop" zusammen.

RED: Wichtig bei einer Zusatzausbildung ist ja immer auch die Frage nach den Dozentinnen und Dozenten. Wen konnten Sie da Namhaftes gewinnen?

JHH: Studienleiter des C-Pop-Kurses ist Urs Bicheler. Für den gemeinsamen C-Kurs der Bezirke Bernhausen, Ditzingen und des Kirchenkreises Stuttgart steht uns ein tolles und engagiertes Team an Dozentinnen und Dozenten zur Verfügung: Barbara Straub (Bezirkskantorin in Degerloch), Alexander Kuhlo (unser neuer Bezirkskantor in Zuffenhausen), Sven-Oliver Rechner (Bezirkskantor in Bernhausen), Andreas Gräsle (Bezirkskantor in Ditzingen), eine Sängerin und ein Pfarrer und last but not least unser junger Kollege Felix Mende, Organist an der Sitftskirche in Stuttgart.

RED: Wenn ich nun die 2jährige Ausbildung bei Ihnen absolviert habe, welche konkreten Einsatzchancen winken mir dann?

JHH: Viele! Es lohnt sich wirklich, diese Ausbildung zu machen. Man bekommt qualifizierten (und subventionierten) Orgel- oder Instrumentalunterricht, es werden wichtige Inhalte in Liedkunde, Musiktheorie usw. vermittelt und vor allem man findet nach Abschluss der Prüfung viele Stellen vor, für die C-MusikerINNEN gesucht werden!

RED: Vielen Dank, Herr Prof. Hahn. Weitere Fragen senden Sie bitte an infodontospamme@gowaway.kirchenkreiskantorat-stuttgart.de