Eine schöne Aufgabe: Pfarrerin in der Veitskapelle in Mühlhausen

Zum 1. März 2018 wirkt ein neuer Geist in der altehrwürdigen Veitskapelle in Mühlhausen, denn der kleine Stuttgarter Stadtteil, der an der Mündung des Feuerbachs in den Neckar liegt, bekommt mit Britta Feuersinger eine neue Pfarrerin. Sie übernimmt zunächst für ein gutes Jahr die entstehende Vakanz in der Kirchengemeinde Mühlhausen.

6 Fragen an Britta Feuersinger...

© Britta Feuersinger

Britta Feuersinger - neue Pfarrerin in Mühlhausen

Ganz neu ist Pfarrerin Britta Feuersinger in Cannstatt nicht, denn bis vor Kurzem hat sie noch auf der Steig gepredigt. Jetzt geht es für sie von der Steigkirchengemeinde oberhalb des Neckars ein bisschen flussabwärts in die aus dem 14. Jahrhundert stammende "Kapelle", wie sie von den Kirchengemeindemitgliedern liebevoll genannt wird. Dort wird nämlich die Pfarrstelle für knapp ein Jahr frei, es besteht pastorialer Bedarf und Britta Feuersinger ist zur Stelle. Bevor es endlich losgeht, hat sie noch mit unserer Redaktion gesprochen.

RED: Frau Feuersinger, gestern noch in der Steiggemeinde und in der Seelsorge am Krankenhaus in Cannstatt und quasi morgen, also eigentlich ab 1. März 2018 , in der Veitskapelle in Mühlhausen. Wie kam es dazu?

BF: Meine zweijährige Zusatzausbildung in der Seelsorge geht zu Ende und damit auch mein Gemeindeauftrag auf der Steig. Ab 1. März übernehme ich dann die entstehende Vakanz in Mühlhausen und wechsle zu 100% ins Gemeindepfarramt zurück.
 
RED: Okay - aber Sie wissen schon, dass Sie da ein richtig tolles „Schätzchen“ (Veitskapelle) anvertraut bekommen oder?

BF: Ja, ich freue mich sehr auf diesen wunderschönen Ort und auch auf seine Menschen. Ich habe den Eindruck, dass sich in Mühlhausen immer wiederwunderbar das geistliche Leben mit Geselligkeit und Öffentlichkeit verbinden lässt: zum Beispiel bei der Nacht der offenen Kirchen an Pfingstsonntag (Anmerkung RED: 20. Mai 2018 von 19 bis 23 Uhr) oder auch beim Steillagengottesdienst Mitte August.
 
RED: Haben Sie sich in die Geschichte der Veitskapelle schon mal eingelesen? Was gibt es da zu erzählen?

BF: Allerhand natürlich! Als ich das erste Mal dort war, fand ich gleich die vielfältige Nutzung der Veitskapelle beeindruckend. Jahrhunderte lang war die Veitskapelle ja nicht die erste Kirche am Platze. Erst seit 1943, nachdem die Walpurgiskirche im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde - deren Ruinen stehen übrigens auch heute noch - ist die Veitskapelle die Hauptkirche in Mühlhausen.
 
RED: Ich seh schon, die nächste Kirchenführung steht... Wie wird es Ihnen aber gelingen, die Veitskapelle nicht nur für Touristen interessant zu machen, sondern auch für die allsonntäglichen Gottesdienstbesucher in und um Stuttgart?

BF: Das wird sich zeigen. Zunächst hoffe ich einmal, dass sich Menschen von mir für den Sonntagsgottesdienst begeistern lassen. Auf jeden Fall wird es darüber hinaus Konzerte und Feste geben, die Menschen aus ganz Stuttgart nach Mühlhausen locken sollen. Für weitere Formate bin ich sehr offen und gerne zu haben, allerdings muss ich auf der neuen Stelle ja auch erst mal etwas ankommen.
 
RED: 1380 war die Grundsteinlegung der Veitskapelle. Kommen wir mal in unsere heutige Zeit der digitalen Vernetzung zurück: Veitskapelle und Facebook?

BF: Na klar gibt es zur Veitskapelle einen Facebook-Auftritt. Was in der Veitskappelle geboten ist, finden Sie dort unter Pfarramt Mühlhausen.
 
RED: Und zum Schluss noch ganz persönlich gefragt: Was gefällt Ihnen an der Veitskapelle am besten bzw. worin haben Sie sich persönlich verliebt?

BF: Nur eine Sache zu benennen ist schwierig! Sehr angetan bin ich von all den erhaltenen Wandbemalungen, insbesondere den kleinen Details wie die Pelikane an der Deckenbemalung.

RED: Vielen Dank, liebe Frau Feuersinger und Ihnen einen guten Start in der Kirchengemeinde Stuttgart-Mühlhausen.