Ein Lutherbäumchen fürs Dekanat Zuffenhausen

Im Rahmen einer bundesweiten Aktion werden die Kirchengemeinde Zuffenhausen, das Kreisbildungswerk Stuttgart zusammen mit der Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold und dem Stuttgarter Kreisverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald am 18. Oktober 2017 um 10.30 Uhr in der Streuobstwiese auf dem Zuffenhäuser Rücken ein "Lutherbäumchen" einpflanzen.

© Uwe Kulick

Das Apfelbäumchen soll dann im Grüngebiet zwischen Ostsee- und Adestraße wachsen und gedeihen. Mit Blick auf das Firmengelände eines ortsansässigen Autobauers soll dieser Apfelbaum in Gedenken an Luthers Freiheitsschrift und in Zeiten der Automobil- und ökologischen Krise ein Zeichen gegen die Ausbreitung eines ungebremsten Wachstumsglaubens und für eine Zukunft klimafreundlicher Mobilität setzen.

2017 jährt sich die Reformation Martin Luthers zum 500. Mal – ein Ereignis, das in Deutschland und der Welt als Ausgangspunkt religiöser, sozialer, gesellschaftlicher und politischer Veränderungen gilt und das eines der großen Ereignisse in der Weltgeschichte ist. Geplant sind die meisten Pflanzungen am Tag des Baumes am 25. April, der vor 65 Jahren in Deutschland eingeführt wurde.

Bei den Pflanzungen liegt ein besonderes Augenmerk auf alten Apfelsorten und dem Wildapfel. Pomologen - Fachleute für Obstsorten - schätzen, dass 1.500 alte Apfelsorten in Deutschland existieren. Immer wieder werden neue Sorten entdeckt. Mit dem Erhalt alter Obstsorten soll die Vielfalt, die unsere Lebensgrundlage garantiert, gefördert werden.

Besonders bevorzugt werden bei dieser Aktion Pflanzorte im kirchlichen Kontext, so zum Beispiel Kirchhöfe, Klöster und kirchliche Einrichtungen, aber auch Kirchenwälder. Auf Waldflächen können auch kleinere Sortimente in entsprechend größerer Stückzahl des Wildapfels verwendet werden.