Evangelische Gedächtnis- und Rosenbergkirchengemeinde

Die alte Gedächtniskirche im Stuttgarter Westen wurde von 1896 bis 1899 im frühgotischen Stil erstellt. Sie wurde gestiftet von dem Geheimen Hofrat Dr.Julius von Jobst. Dies geschah zum Andenken an seine früh verstorbene Frau. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört. Das heutige, neu konzipierte Gotteshaus konnte 1957 eingeweiht werden. Sehenswert ist eine Betonarbeit im Altarbereich von Emil Cimiotti sowie ein Turmfenster von Max Ackermann. Die erste Pfarrstelle der Gemeinde ist seit 1970 mit dem Dekanatamt verbunden. Die Internationale Bachakademie hat in dieser Gemeinde ihre Wurzeln. Ihr Leiter, Professor Helmuth Rilling, blieb noch Jahrzehnte über die Kantatengottesdienste mit der Gemeinde verbunden.

Die Geschichte der Rosenberggemeinde begann mit einer schlichten „Wanderkirche“. Die hatte Ende des 19. Jahrhunderts bereits andernorts gedient und wurde dann 1908 für die im anwachsenden Stuttgarter Westen neu gegründete Gemeinde aufgebaut. Die Zahl der Gemeindeglieder wuchs bis zum Zweiten Weltkrieg auf 8.000, und noch immer tat die Baracken-Kirche ihren Dienst, bis sie 1943 durch Bomben so stark beschädigt, dass sie nicht mehr nutzbar war. Nach allerlei Behelfslösungen konnte 1955 schließlich mit dem Bau der heutigen Rosenbergkirche begonnen werden.

 

Die Erfahrungen einer Generation, für die die Welt in einer Sintflut von Unrecht, Gewalt und Zerstörung unterzugehen drohte, haben ihre Spuren in dem nach Plänen von Erwin Rohrberg entstandenen Kirchenbau hinterlassen. Man vergleicht ihn gerne mit einem Schiff. Der direkt an der Straße stehende Turm sei der Mast, der Innenraum wirke durch seine Wölbung und die hochgezogenen Wände wie ein Schiffsbug, das Dach zeichne Wellen nach, der gewölbte Chor erinnere an geblähte Segel, und die Kanzel stünde wie eine Kommandobrücke da. Das groß dimensionierte Altarmosaik von Rudolf Yelin, das den auferstandenen Christus als Weltenherrscher zeigt, zieht den Blick der Eintretenden auf sich und zeigt an: für Christen hat letztlich ein anderer als die in der Welt an den Schalthebeln Sitzenden die Macht. Eine der Glocken aus der Wanderkirche läutet übrigens seit 1975 in der evangelischen Gemeinde Rio Bonito, Brasilien.

 

Im Jahr 2001 schlossen sich die vormals selbständigen Gemeinden der Gedächtnis- und der Rosenbergkirche zu einer nun 4.600 Mitglieder zählenden Gemeinde zusammen. Das Angebot zeichnet sich durch die Kirchenmusik und durch Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen und ökumenischen Fragen aus. Ein Schwerpunkt bildet die Arbeit mit Kindern: (Krabbelgruppe und Spielkreis, Kinderbibeltage und –aktionstag, Mach-Mit-Gottesdienste und Kinderkirche). Im Rahmen der Seniorenarbeit treffen sich montags und mittwochs bis zu 60 Gemeindeglieder zu geselligem und kulturellem Programm.

 

Geschäftsführendes Pfarramt:

Pfarramt an der Rosenbergkirche
Pfarrerin Heidi Essig-Hinz
Gutbrodstraße 87
70193 Stuttgart
Telefon 0711/29 25 48
Fax 0711/227 09 25 

 

Pfarramt Gedächtniskirche 1 / Dekanatamt:
Stadtdekan Søren Schwesig

Büchsenstr. 33
70174 Stuttgart
Telefon 0711/2068-391


Pfarramt Gedächtniskirche 2:

Pfarrer Manuel Hörger
Telefon 0711 / 226 86 48

 

Referentin beim Stadtdekan:

Pfarrerin Astrid Riehle

Telefon 0711 / 2068-301


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