Evangelische Kirchengemeinde Dürrlewang

Die Dürrlewanger Stephanuskirche wurde in den sechziger Jahren durch den Architekten Wolf Irion erbaut, außen mit Beton und Glas, innen mit Holz. Die Innenrenovierung in den Jahren 1997/98 übernahm der Architekt Horst Nanz zusammen mit seinem Partner Hammeley. Da er als junger Architekt im Büro Irion gearbeitet hatte, kannte er die ursprüngliche Konzeption und sorgte in Zusammenarbeit mit dem Künstler Bernhard Huber für eine äußerst harmonische Verbindung von neuen Ideen mit dem Vorhandenen.


Der Altarraum wurde von den Architekten stärker in die Mitte gerückt und nahm damit den Charakter der zeltförmigen Anlage des Gebäudes mit Sitzreihen, die schon immer im Halbrund angelegt waren, auf. Der Absicht, dem Raum mehr Licht zukommen zu lassen, wurde mit einem Materialwechsel entsprochen. So wurden Altarpodest und Altarstücke vollständig aus weißem Jura gestaltet und ersetzten damit die alten Mahagoni-Imitate. Ein gehauener Taufstein ersetzt nun das damals gewiss futuristisch anmutende Taufbecken aus Metall und Kupfer.
Die neu gestaltete Stephanuskirche verdankt sich einem gelungenen Zusammenspiel von Architekten und Künstler: Theologisch hat sie in ihrer Helle das "Erhebet eure Herzen!" aus der Messe gestaltet. Sie kann darüber hinaus als interessantes Beispiel einer künstlerischen Gestaltung des Bilderverbots angesehen werden. Für die Gemeinde hat sie ihren größten Gewinn in dem Altarrund, welcher das Abendmahl in kreisrunder Form verbindender Gemeinschaft feiern lässt. Von einem Gemeindeglied wurde ihr Charakter zielsicher mit "froher Stille" beschrieben."

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