Kunst, Kultur und Kirchenmusik

Von A wie Alt (Otmar) bis Z wie Zilly (Ulrike) reicht rein alphabethisch gesehen die schier unendliche Namensliste von Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke seit vielen Jahren im Hospitalhof ausgestellt werden. Stilistisch geht es stets um aktuelle Kunst. Auch die Kirchengemeinden zeigen mit ihren Ausstellungen immer wieder hochwertige zeitgenössische, aber auch alte Kunst.

Originelle kulturelle Angebote, die "Kultur zum Anfassen" sind, finden sich in den Kirchengemeinden, wenn diese beispielsweise Lesungen veranstalten, Filme vorführen und dazu Regisseure einladen, Foren initiieren mit Vertreterinnen und Vertretern nicht christlicher Religionen, Gottesdienste mit Kulturschaffenden gestalten oder Gemeindemitglieder in Diavorträge von ihren Reisen berichten.

Stuttgart ist eine Musikstadt. Vor allem dank der Kirchenmusik. Schon im 14. Jahrhundert leitete ein Kantor den Chorherrengesang in der Stiftskirche. 1586 veröffentlichte der Stiftsprediger Osiander fünfzig geistliche Lieder für die evangelische Gemeinde. Generationen von Kirchenmusikern folgten. Mindestens 400 Konzerte jährlich werden inzwischen geboten. Solisten, Chöre und Orchester, Orgelmusik bei Kerzenlicht, Kindermusicals und Gospelnächte, Kammerkonzerte und Oratorien, experimenteller Jazz und bewegende Spirituals. Sie haben die Wahl. Besonders beliebt sind Konzertreihen wie die Stunde der Kirchenmusik jeden Freitag um 19 Uhr in der Stiftskirche, die Musik am 13. jeden Monats in der Cannstatter Stadt- oder Lutherkirche, die Orgelmatinée in der Zuffenhausener Pauluskirche, die "Solitude-Soirée" in der Schlosskapelle auf der Solitude und "Internationale Orgelkonzerte" in der Heslacher Matthäuskirche.